Südlicher Fennpfuhl

Hier wurde mit der Umnutzung der Karl-Lade-Straße schon in den 1970ern gezeigt, was Verkehrsberuhigung möglich macht: mehr Ruhe, mehr Bäume und Lebensqualität. Heute ist die grüne Straßenbahntrasse die Schlagader des Fennpfuhls. Hier leben besonders viele alte Menschen, die fußläufige Parks zu schätzen wissen, aber für die Einsamkeit im Alter oft ein Problem ist. Das Armutsrisiko ist hoch, gerade für die vielen Alleinerziehenden (oft Frauen) und ihre Kinder.
Alt-Lichtenberg

Hier leben viele junge Menschen, als Single, Paar oder Familie. Und es ist ordentlich Bewegung im Kiez: 2023 lebten etwa die Hälfte der Menschen weniger als fünf Jahre an der selben Adresse. Neue Kita- und Schulplätze werden weiter benötigt, genauso Jugendfreizeiteinrichtungen. Während das Nibelungenviertel und das Gebiet ums Rathaus mit Lärm belastet sind, fehlt es am Roedeliusplatz an ausreichend Grün, dementsprechend ist die Belastung durch Hitze hier hoch und die Luft eher schlecht.
Frankfurter Allee Süd

Wie wichtig Umweltgerechtigkeit ist, zeigt sich hier besonders deutlich. Hier leben vergleichs-weise viele Menschen und Familien, denen wenig Geld zur Verfügung steht. Das Armutsrisiko ist hoch, gerade für Familien mit Kindern. Gleichzeitig ist sind viele Menschen durch Lärm und Hitze belastet und es gibt zu wenige Parks. So greifen verschiedene Benachteiligungen ineinander, verstärken sich und belasten die betroffenen Menschen. Zudem ist das Gebiet von innen nicht durch Busse oder andere Angebote des ÖPNV erschlossen, obwohl 4 von 5 Menschen hier kein Auto besitzen.
Kaskelkiez

Hätte Lichtenberg eine Insel, wäre es der Kaskelkiez. Und diese Insel wäre sehr voll: hier ist die Bevölkerungsdichte hoch und die Bebauung dicht. Parks, Spiel- und Sportplätze gibt es zu wenige. Auch an Freizeitangeboten für Kinder und Jugendlichen fehlt es. Dafür sind die Mieten hoch und auch die Belastung durch Hitze und Lärm. Um für etwas mehr Ruhe zu sorgen, haben wir den Durchgangsverkehr aus dem Kiez auf die Hauptstraßen gelenkt. Weil hier besonders wenige Menschen ein Auto besitzen, wäre es sinnvoll den Kiez mit alternativen Mobilitäts-Angeboten zu erschließen.